Wehranlage und Obergraben bei Neuenkotten
Das direkt unterhalb des früheren Wehres des Neuenkottens errichtete neue Wehr ist in Stampfbeton ausgeführt und hat eine Kronenlänge von 66 m.
Die Krümmung desselben ist deshalb erfolgt, um den Überlauf möglichst breit zu gestalten und so den Rückstau bei Hochwasser zu verringern. Demselben Zweck dient die Entlastungsschleuse, welche bei Hochwasser gezogen wird.
Am Kanaleinlauf sind vier neben einander liegende Schleusen vorhanden, deren Bedienung durch Triebwerke mit Vorgelege von der Bedienungsbrücke aus erfolgt.
Direkt unterhalb der Einlass-Schleusen im Obergraben sind noch 2 Spülschleusen vorhanden, vermittelst welcher der hinter den Schleusen sich ansammelnde Schlamm in das Wupperbett gespült werden kann.
Von dem Wehr aus führt der Oberwassergraben am linken Hang der Wupper entlang das Betriebswasser zu den Turbinen. Der Kanal hat eine Länge von 1050 m mit einem Gefälle bis zur Zentrale von 50 cm.
Da die Wupper große Schlamm-Massen mit sich führt, war zu befürchten, dass der Obergraben bald verschlammen würde, weshalb es nötig war Einrichtungen zu treffen, die dies verhindern. Diese Einrichtungen, welche in den bereits erwähnten Spülschleusen bestehen und zwei weitere solcher Schleuse an der Zentrale haben sich gut bewährt, so dass es bis jetzt möglich war durch Spülungen den Kanal wieder vollständig blank zu bekommen.